SK Germania startet ohne Trainer in die Vorbereitung
18 Aug
Autor: admin - Kategorie: Rollhockey 1.Bundesliga
18.08.2009 · HAMM Nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte mit Platz zwei in der Meisterschaft und Pokal steht Rollhockey-Bundesligist SK Germania Herringen zwar nicht vor einem Neuanfang, aber zumindest vor dem Umbruch. “Die Fans können nicht erwarten, dass wir wieder um Platz eins mitspielen. Ich hoffe, sie akzeptieren, dass wir angesichts der personellen Verluste etwas kleine Brötchen backen müssen”, bittet SKG-Vorsitzender Michael Brandt beim Anhang um Verständnis.
Schließlich haben mit Kevin Karschau (41 Treffer/Iserlohn) und Milan Brandt (35/Calenberg) die beiden erfolgreichsten Bundesliga-Torjäger den Verein verlassen. Und Auch Sebastian Glowka, der mit 23 Treffern auf Rang fünf der Torschützenliste rangierte, ist Karschau Richtung Meister Iserlohn gefolgt. “Diese Abgänge sind natürlich nicht zu kompensieren”, betont Michael Brandt, der nach dem Rückzug von Norbert Hages zudem vor dem großen Problem steht, einen neuen Trainer suchen zu müssen. Gestern Abend fand die erste Übungseinheit in der Glückauf-Halle ohne Coach statt. Die Laufeinheiten seit Anfang August organisierte Nationalspieler Dominik Brandt, der auch in der Übergangszeit das Hallentraining leiten wird, bis ein neuer Trainer verpflichtet ist. “Wir hatten Gespräche mit Carlos Urrutia geführt, der schon einmal bei uns tätig war und immer noch in Dortmund wohnt”, bestätigt der Herringer Vorsitzende. “Doch Carlos hat sich für den finanzkräftigeren Zweitligisten Bison Calenberg entscheiden. Da konnten wir nicht mithalten.” Derzeit gibt es noch Kontakt zu zwei möglichen Kandidaten. Und Michael Brandt hofft, dass spätestens bis zum Saisonstart am 10. Oktober mit dem Heimspiel gegen Iserlohn ein neuer Mann an der Bande präsentiert werden kann.
Nur gut, dass die Herringer auf ein gutes Reservoire an eigenen Nachwuchskräften bauen können. Sie rücken mit Torhüter Tim Tegethoff, Robin Schulz und Lukas Karschau, die alle erst 16 Jahre alt sind, drei U17-Nationalspieler in den Bundesliga-Kader auf. Sie bereiten sich derzeit schon intensiv mit der deutschen Auswahl auf die Europameisterschaft im französischen Laroche vor, die vom 14. bis 19. September stattfinden wird. “Die drei haben das Zeug, den Sprung zu schaffen, müssen sich aber erst noch an die Bundesliga gewöhnen”, traut Brandt dem Nachwuchs durchaus zu, irgendwann einmal die Lücken zu schließen. Zudem wechselte U20-Nationalspieler Sebastian Sowade vom Absteiger Recklinghausen nach Herringen.
Brandt ist froh darüber, dass zumindest der Rest des Kaders gehalten werden konnte. “Wir konnten den Ausverkauf noch einmal verhindern”, zeigt sich der Vorsitzende erleichtert. Das gelang der SpVg Herten übrigens nicht. Sie hat sich jetzt kurzfristig aus der ersten Liga zurückgezogen, die deshalb nur mit neun Mannschaften an den Start gehen wird. “Unser Saisonziel ist Platz vier”, beteuert Brandt. “Mit Iserlohn, Cronenberg und Walsum können wir wohl nicht mithalten.”
Quelle: WA-Online P. Sch. 18.08.2009








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